Fachtagung

Seit 1966 lädt der jeweilige Bischof von Essen im Frühjahr eines jeden Jahres zu den „Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche“ ein. Die Essener Gespräche haben sich zu einem europaweit anerkannten überkonfessionell und interdisziplinär ausgerichteten wissenschaftlichen Fachkongress entwickelt, auf dem aktuelle Fragen aus dem Verhältnis von Staat und Kirche und aus der Kulturstaatlichkeit erörtert werden.

Zu den Teilnehmern, die persönlich eingeladen werden, gehören vorwiegend Staatsrechtslehrer und hier insbesondere Staatskirchenrechtler sowie – im Regelfall auf Empfehlung langjähriger Teilnehmer – mit dem Staatskirchenrecht befasste Privatdozenten, Habilitanden oder Doktoranden, aber auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Thematik Hochschullehrer aus anderen Fachrichtungen, insbesondere der Theologie, der Philosophie, der Sozialwissenschaften, der Geschichte oder auch der Medizin. Darüber hinaus gehören wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeiten aus der Rechtsprechung, aus staatlicher und kirchlicher Verwaltung, aus den Gesetzgebungsorganen von Bund und Ländern sowie aus freien Berufen aus Deutschland und dem europäischen Ausland (Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Polen, Tschechien und Ungarn) zum regelmäßigen Teilnehmerkreis.


Behandelt werden neben den klassischen Fragen des Staatskirchenrechts u. a. auch Themen aus dem vergleichenden Staatskirchenrecht.

Abgerundet werden diesen konkreten Tagungen dadurch, dass sich die Essener Gespräche von Zeit zu Zeit auch grundlegenden Themenstellungen wie etwa den sog. Grundwerten, den verfassungsstaatlichen Erwartungen an die Kirchen oder dem christlichen Freiheitsverständnis in seiner Bedeutung für die staatliche Rechtsordnung widmen.

(C) Foto: Bistum Essen
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