Kuriositäten

Annähernd 50 Fachtagungen und ebenfalls bald 50 Bände bringen zuweilen auch ungewollte Fehlerteufel" mit sich.

Hier zwei Besonderheiten aus der langjährigen Geschichte unserer Schriftenreihe:

Sauerland wird Bundesland

Die Sauerländer dürfte es gefreut haben: Im 9. Band der Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche (1975) ernannte der Referent Manfred Baldus das Sauerland kurzerhand zum Bundesland der BRD. In seinem Referat über kirchliche Fachhochschulen und staatliches Hochschulrecht nannte er neben Berlin und Nordrhein-Westfalen das Sauerland beispielhaft als Bundesland für die Beschränkung des Subventionsanspruchs hinsichtlich der Hochschulförderung.

Gemeint war aber nicht das Sauerland, sondern das Saarland.

Band 34 fällt aus der Reihe

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, warum der Band 34 unserer Reihe in der Höhe einen halben Zentimeter (und auch in der Breite um einen Bruchteil) kleiner ist als alle anderen Bände? Diese Frage stellt sich natürlich insbesondere für diejenigen, die die gesamte Reihe in ihrem Regal stehen haben oder aber schon einmal in einer öffentlichen Bibliothek im Zusammenhang haben stehen sehen.

 

Beim Erhalt der Herausgeberexemplare stellte der verantwortliche Herausgeber mit Schrecken fest, dass der Name eines der Autoren auf der Titelseite – trotz mehrfacher Korrekturdurchgänge – falsch geschrieben war. Nachdem die sofortige Kontaktaufnahme mit dem Verlag die schlimmsten Befürchtungen bestätigt hatte, dass der Band zwar noch nicht in den Handel gelangt war, die Freiexemplare an die Autoren aber ebenfalls bereits ausgeliefert waren, gab es nur eins: sofortiger Anruf bei den drei Autoren mit dem Hinweis, dass bei der Drucklegung ein gravierender Fehler aufgetreten ist und die Exemplare bitte unverzüglich zurückgeschickt werden mögen. Bei dem betroffenen Autoren war es natürlich ganz besonders wichtig, dass er selbst die für ihn bestimmten Exemplare noch nicht in die Hand bekam. Dies gelang glücklicherweise durch die Absprache mit einem Mitarbeiter, der die Sendung gerade eben noch rechtzeitig abfangen und vor der Kenntnisnahme seines Chefs retour schicken konnte. Da die gesamte Auflage aber bereits geklebt und gebunden war, wurde zur Vermeidung unverhältnismäßiger Mehrkosten im Kontakt zwischen Verlag und verantwortlichem Herausgeber entschieden, den Textteil unangetastet zu lassen und nur den Fehler auf dem Außenumschlag zu korrigieren. Zu diesem Zweck musste dann der gesamte Band oben und unten um insgesamt 0,5 sowie am Rand um insgesamt 0,2 Zentimeter abgeschnitten werden, ein Kompromiss, der kaum ins Auge fällt, den peinlichen Fehler aber mit einem noch vertretbaren Aufwand korrigieren konnte. Der betroffenen Autor hat übrigens nie etwas von diesem Vorgang erfahren (und wird es wohl auch nie).